Köln (SID) - Die Zukunft von Martin Heuberger als Handball-Bundestrainer ist auch im Fall einer erfolgreichen Qualifikation für die WM 2015 in Katar nicht gesichert. "Wir werden beim DHB eine Strategie festlegen, die über die Belange der A-Mannschaft hinaus geht. Mir geht es um ein Gesamtgebilde. Wenn wir das haben, wozu auch die Resultate vom Juni gehören, werden wir im Präsidium entscheiden, ob wir mit Martin Heuberger weitermachen. Und ich sage ganz bewusst: Wir werden dieses Gespräch nicht nur dann führen, wenn es schief geht mit der WM-Qualifikation, sondern auch, wenn es klappt", sagte Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Die deutschen Handballer hatten zuletzt die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London und die am Sonntag beginnende EM in Dänemark verpasst. Heubergers Vertrag endet nach den beiden WM-Play-off-Spielen im Juni.

Der Gegner des WM-Fünften wird am 26. Januar ausgelost. Hanning hat aber schon klare Vorstellungen, wo das Heimspiel stattfinden soll. "Ich möchte das Heimspiel ganz bewusst nach Magdeburg legen. In den Osten. Weil es da ein sehr enthusiastisches Publikum gibt, mit einer hohen Kompetenz. Bei diesem Spiel brauche ich Druck auf dem Kessel. Da muss jeder Zuschauer wissen, was er zu tun hat", sagte der 45-Jährige.

Hanning will bei der Nationalmannschaft zudem "einen Team-Koordinator einführen." Er brauche da jemanden, der einen Draht zum Team habe. Den Namen Oliver Roggisch, der möglicherweise im Sommer seine Karriere beendet, wollte Hanning "weder bestätigen noch dementieren."