Athen (dpa) - Erneuter Schlag gegen die rechtsextreme griechische Partei Goldene Morgenröte (Chrysi Avgi). In der Nacht nahm ein Athener Gericht zwei weitere Abgeordnete der Partei in Untersuchungshaft.

Den Parlamentariern Giorgos Germenis und Panagiotis Iliopoulos wird Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung in leitender Funktion vorgeworfen. Der Entscheidung waren stundenlange Vernehmungen vorausgegangen. Ein dritter Abgeordneter der Partei, Efstathios Boukouras, muss noch aussagen. Alle drei beteuerten im Vorfeld ihre Unschuld und sehen sich als Opfer politischer Verfolgung.

Durch die Inhaftierung der beiden Abgeordneten ist die Fraktion der Goldenen Morgenröte von 18 auf nunmehr 13 Abgeordnete geschrumpft. Seit Anfang Oktober 2013 sitzen bereits Parteichef Nikos Michaloliakos und zwei weitere Abgeordnete wegen derselben Vorwürfe in U-Haft. Auslöser für das harte Vorgehen von Politik und Justiz gegen die als neonazistisch eingestufte Partei war die Ermordung des antifaschistischen Rappers Pavlos Fyssas am 18. September nahe Piräus.