Bangkok (dpa) - Der Anführer der regierungsfeindlichen Demonstranten in Thailand hat alle Verhandlungen über ein friedliches Ende der politischen Auseinandersetzungen abgelehnt.

Im Gespräch mit der Zeitung "Nation" schloss er jeden Kompromiss aus, berichtete die Zeitung am Sonntag. Suthep Thaugsuban will die Hauptstadt Bangkok ab Montag mit Zehntausenden Anhängern besetzen, bis die Regierung zurücktritt. Regierungsanhänger haben Demonstranten vereinzelt schon angegriffen. "Wenn jemand einen Bürgerkrieg anzettelt, sage ich den Leuten, sie sollen nach Hause gehen", sagte Suthep.

Unterdessen planen Regierungsanhänger parallel zu der Massendemonstration von Regierungsgegnern ebenfalls Proteste. Sie wollen allerdings eine Konfrontation auf den Straßen von Bangkok vermeiden, sagte eine Sprecherin der Regierungsanhänger der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag.

"Wir werden in 50 Provinzen im ganzen Land demonstrieren und rechnen dort jeweils mit 3000 bis 5000 Teilnehmern", sagte Thida Thavornseth, Vorsitzende der Gruppe "Einheitsfront für Demokratie und gegen Diktatur" (UDD), besser bekannt unter dem Namen Rothemden. In Bangkok und im Süden des Landes gebe es keine Kundgebungen - das sind die Hochburgen der Regierungsgegner.

Der Anführer der regierungsfeindlichen Demonstranten, Suthep Thaugsuban, gab sich in einem Interview mit der Zeitung "Nation" kompromisslos. Er lehnte alle Verhandlungen über ein friedliches Ende der politischen Auseinandersetzungen ab. Er schloss Gewalt nicht aus. "Wenn jemand einen Bürgerkrieg anzettelt, sage ich den Leuten, sie sollen nach Hause gehen", sagte Suthep. Seit Beginn der Proteste in November sind acht Menschen ums Leben gekommen. Der Armeechef wies Putschgerüchte am Samstag erneut zurück.

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