Los Angeles (SID) - Am "Tag der offenen Körbe" ist die Siegesserie von Dirk Nowitzki und der Dallas Mavericks gerissen. Nach zuletzt drei Erfolgen gab das Team um den deutschen Basketball-Star beim 127:129 bei den Los Angeles Clippers zum vierten Mal in der laufenden Saison einen 17-Punkte-Vorsprung noch aus der Hand. "Ich habe das Gefühl, wir sind die einzige Mannschaft, die versucht, so einen Vorsprung noch zu verspielen", sagte der Würzburger mit einer gehörigen Portion Galgenhumor. 

Darüber konnte sein Coach nicht lachen. "Wir haben einige wirkliche schreckliche Fehler gemacht und ihnen damit Chancen ermöglicht", sagte Rick Carlisle, "und die haben sie genutzt. Das war wieder eine harte Lektion zu lernen, dass ein Spiel 48 Minuten dauert. Wir haben am Ende nicht gekämpft, das ist unentschuldbar. 4:49 Minuten vor dem Ende hatten seine "Mavs" noch 123:106 geführt, doch dann konterten die Clippers mit einem 23:4-Lauf.

Dirk Nowitzki war mit 27 Punkten und acht Rebounds bester Akteur beim Meister von 2011, ihm folgte Center Samuel Dalembert (20). Überragend beim Sieger war Guard J.J. Redick mit einer persönlichen Karriere-Bestleistung von 33 Zählern. Auch Matt Barnes (25) und Blake Griffin (23) überzeugten.

Während die Mavericks mit einer Bilanz von 23:17 Siegen auf den achten Platz der Western Conference zurückfielen, festigte der texanische Rivale San Antonio Spurs seine Spitzenposition (31:8). Der Franzose Tony Parker war beim 109:105 gegen die Utah Jazz mit 25 Punkten erneut bester Schütze der Spurs.

Einen Basketball-Krimi erlebten die Fans in Orlando. Erst nach der dritten Verlängerung mussten sich die Magic letztendlich den Chicago Bulls mit 125:128 geschlagen geben. Joakim Noah erzielte mit 26 Punkten und 19 Rebounds eine überragende Bilanz. Bester Schütze aber war Orlandos Victor Olapido mit 35 Zählern.

Keinen Schub brachte den Miami Heat der Besuch am Abend zuvor im Weißen Haus. Nach dem Meister-Empfang bei Barack Obama verloren die Heat bei den Washington Wizards mit 97:114. Erstmals seit Dezember 2012 kassierte Miami damit drei Pleiten nacheinander.