Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist nach seinem jüngsten Rekordhoch am Donnerstag etwas zurückgefallen. Erwartungsgemäß gestiegene amerikanische Verbraucherpreise beeindruckten den deutschen Leitindex kaum, der zuletzt 0,14 Prozent schwächer bei 9720 Punkten notierte.

Direkt zum Auftakt hatte er noch am vortags erreichten Rekordstand von knapp über 9747 Punkten gekratzt. Besser machte es der MDax, der um 0,25 Prozent auf 16 943 Punkte zulegte und bei 16 963 Punkten abermals ein neues Hoch markierte. Der TecDax verlor 0,26 Prozent auf 1243 Punkte, blieb damit aber auf dem höchsten Niveau seit zwölf Jahren. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,35 Prozent bergab.

"Immer wenn der Markt ein frisches Rekordhoch liefert, stellt sich die Frage, wie es weitergeht", sagte Sarah Brylewski von Gekko Germany. Die fehlenden knapp drei Prozent zur 10 000-Punkte Marke seien für den Dax "eigentlich ein Katzensprung". Doch die inzwischen hohen Bewertungen etlicher Titel mahnten zur Vorsicht. Daniel Saurenz von Feingold Research bleibt derweil optimistisch: "Ordentliche Konjunkturdaten, ein guter Start in die Quartalssaison der USA sowie das frische Investorengeld vom Jahresanfang treiben den Dax Richtung 10 000 Punkte", so seine Prognose.

Kursbewegende Nachrichten zu deutschen Einzelwerten waren übersichtlich. Dank guter Unternehmenszahlen gehörten Beiersdorf und Henkel zu den Favoriten im Dax: Die Titel der Konsumgüterhersteller verteuerten sich um 1,07 beziehungsweise 1,22 Prozent. Beiersdorf überzeugte die Anleger mit vorläufigen Umsatzzahlen für das vergangene Jahr. Zudem ließen die Resultate des US-Chemiekonzerns HB Fuller leicht positive Rückschlüsse auf den Waschmittel- und Klebstoffhersteller Henkel zu, schrieb ein Analyst.

Im MDax verteuerten sich die Aktien der Airbus Group um 0,74 Prozent. Ein Analyst begrüßte, dass Frankreich ein Prozent seiner Airbus-Anteile verkauft hat. Dies verdeutliche den verringerten politischen Einfluss auf den Luft- und Raumfahrtkonzern. Tui profitierte nicht nachhaltig von einer besseren Bonitätsnote durch die US-Ratingagentur Moody's: Zuletzt verloren die Titel des Reisekonzerns 0,71 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,54 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,01 Prozent auf 132,87 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,34 Prozent auf 141,08 Punkte. Der Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3597 (Mittwoch 1,3606) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7355 (0,7350) Euro.