Der Machtkampf in Thailand zwischen der Regierung von Yingluck Shinawatra und der Opposition unter Protestführer Suthep Thaugsuban verschärft sich. In der Nacht zu Donnerstag explodierte nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks PBS eine Handgranate am Haus eines prominenten Regierungsgegners. Suthep hatte die Regierung am Vorabend beschuldigt, solche Attacken anzuordnen.

Vize-Regierungschef Surapong Tovichakchaikul forderte die Festnahme von Suthep, wie der staatliche Sender MCOT berichtete. Gegen ihn liege ein Haftbefehl wegen Anzettelung eines Aufstands vor. "Wir müssen geduldig sein", sagte der Polizeichef.

Yingluck hatte im Dezember unter dem Druck der Massenproteste Neuwahlen für Februar 2014 angesetzt und will bis dahin im Amt bleiben. Die Regierungsgegner wollen die Abstimmung verhindern, weil sie mit einem Sieg von Yinglucks Puea-Thai-Partei rechnen. Sie wollen stattdessen einen nicht gewählten Volksrat einsetzen. Die Opposition wirft Yinglucks 2006 entmachtetem Bruder Thaksin Shinawatra vor, im Hintergrund weiter wichtige Entscheidungen zu treffen.