Den Haag (dpa) - Fast neun Jahre nach dem verheerenden Bombenattentat auf den ehemaligen libanesischen Premier Rafik Hariri hat vor dem Sondertribunal zum Libanon der Prozess gegen vier mutmaßliche Attentäter begonnen.

Der Anschlag am 14. Februar 2005 in Beirut habe den Libanon und die Welt zutiefst geschockt, betonte Chefankläger Norman Farrell bei der Eröffnung des Prozesses in Leidschendam bei Den Haag. "Es war ein bewusster und geplanter Terrorakt."

Bei dem Anschlag mit einer Autobombe von bis zu 3000 Kilogramm TNT waren Hariri und 22 weitere Menschen ums Leben gekommen, darunter einer der Attentäter. Hunderte Menschen wurden verletzt. Angehörige der Opfer, darunter auch der Sohn des ermordeten Ex-Premiers, Saad Hariri, waren bei der Eröffnung anwesend.

Allerdings findet der Prozess in Abwesenheit der Angeklagten statt. Sie sind flüchtig. Die Anklage will nachweisen, dass sie den Anschlag detailliert geplant, monatelang vorbereitet und ausgeführt haben. Es ist der erste Prozess eines internationalen Tribunals zu einem Terroranschlag.

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