Südkorea hat Warnungen aus Nordkorea vor einem für Ende Februar geplanten Militärmanöver zurückgewiesen. Sollte Nordkorea unter dem Vorwand dieser Routineübungen provozieren, werde sich die südkoreanische Armee rächen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul. Er empfahl Nordkorea auf die Weltgemeinschaft zuzugehen, da diese ein Problem mit dem nordkoreanischen Atomprogramm habe.

Nordkorea hatte zuvor ein jährlich wiederkehrendes Manöver des südkoreanischen Militärs und der US-Armee kritisiert. Die für Februar und März angesetzten Übungen seien eine direkte Provokation, hieß es in einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA. Die innerkoreanischen Beziehungen würden in einen "unvorstellbaren Holocaust und eine Katastrophe stürzen". Die nordkoreanische Regierung wirft Südkorea und den USA vor, mit ihren jährlichen Übungen einen Angriff vorzubereiten.

Formaler Kriegszustand

Nach einem Atomwaffentest im vergangenen Jahr verhängten die UN neue Sanktionen gegen Nordkorea, die zu monatelangen Spannungen und Kriegsdrohungen führten. 

Südkorea befindet sich mit dem kommunistischen Nordkorea formal im Kriegszustand, weil nach dem Korea-Krieg der Jahre 1950 bis 1953 kein Friedensvertrag geschlossen wurde.