Melbourne (SID) - Die anhaltende Hitzewelle in Melbourne hat am vierten Turniertag der Australian Open erstmals zu einer Unterbrechung der Spiele geführt. Gegen 14.00 Uhr Ortszeit bei 42 Grad im Schatten trat die letzte Stufe der "Extreme Heat Policy" (EHP) in Kraft. Der sogenannte WBGT-Faktor (Wet Bulb Globe Temperature), der sich aus der Temperatur, der UV-Strahlung, dem Wind und der Luftfeuchtigkeit errechnen lässt, hatte den kritischen Wert überstiegen.

Allerdings mussten alle Akteure erst den laufenden Satz zu Ende bringen, ehe ihre Matches gestoppt wurden. Das ist im EHP-Regelwerk festgelegt. Über der Rod-Laver- beziehungsweise der Hisense-Arena wurden die Dächer geschlossen und das Turnier anschließend fortgesetzt.

Erst um kurz nach 18.00 Uhr wurden die Matches auf den Außenplätzen wieder aufgenommen - bei 40 Grad. Zuletzt waren die Spiele bei den Australian Open im Jahr 2009 wegen extremer Hitze unterbrochen worden.

Seit Dienstag herrschen in Melbourne und im Bundesstaat Victoria Temperaturen von mehr als 40 Grad. Die Hitzewelle ist so heftig wie seit mehr als 100 Jahren nicht mehr. Bis auf 43,9 Grad kletterte das Thermometer am Donnerstag. Der Rekordwert im Januar wurde mit 45,6 Grad im Jahr 1936 gemessen.