London (dpa) - Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Irlands auf das sogenannte Investmentgrade-Niveau angehoben. Die Bonitätsnote werde um eine Stufe von bisher "Ba1" auf "Baa3" angehoben, teilte Moody's am Freitag in London mit.

Damit gelten irische Staatsanleihen wieder als relativ sichere Anlageformen, da sich die Note nicht mehr im sogenannten Ramschbereich befindet. Der Ausblick für das Rating ist "positiv". Die Ratingagentur erwartet also eher weitere Heraufstufungen.

Das beschleunigte irische Wirtschaftswachstum als auch die anhaltende haushaltspolitische Konsolidierung dürften den irischen Schuldenstand vermindern, begründete Moody's die Heraufstufung. Die Lage am Arbeitsmarkt verbessere sich. Zudem habe Irland das Hilfsprogramm von Eurozone und Internationalem Währungsfonds (IWF) wie geplant verlassen, ohne weitere Hilfen, wie beispielsweise durch eine zusätzliche Kreditlinie, in Anspruch zu nehmen. Grund hierfür sei die erfolgreiche Reformpolitik der irischen Regierung. Moody's erwartet, dass Irland das Haushaltsdefizit ab dem Jahr 2015 nachhaltig unter die Marke von drei Prozent drücken wird.

Trotz der Heraufstufung bewertet Moody's Irland schlechter als die beiden anderen großen Ratingagenturen. Beide bewerten zwei Noten besser mit "BBB+".