Berlin (SID) - Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, bedauert die Tatsache, dass Bundespräsident Joachim Gauck nicht zu Olympia nach Sotschi reist. "Das ist schade", sagte Hörmann dem Berliner Tagesspiegel am Sonntag: "Weil ich mit Bundespräsident Köhler 2006 einen Tag in Turin unterwegs war und weiß, wie motivierend das für die Sportler und Trainer war." Er könne Gaucks Entscheidung verstehen, "aber ich kann die mindestens genauso gut verstehen, die hinfahren".

Hörmann fordert vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) außerdem ein neues Nachdenken über die Olympia-Vergabe und kritisiert die Veranstalter in Sotschi: "Die Vergabekriterien sagen nicht, dass man 40 Milliarden Euro ausgeben muss, um Olympische Winterspiele zu veranstalten." Die Diskussionen um Sotschi und die Fußball-WM 2022 in Katar hätten auch das Nein für eine Münchner Olympiabewerbung beeinflusst. Plötzlich sei Sotschi "auf den Chiemsee transferiert worden". 

Falls die Fußball-WM 2022 in Katar nicht im Sommer stattfindet, wünscht sich Hörmann aufgrund der Olympischen Winterspiele im Februar 2022 einen Termin im Herbst oder später: "Unter vielen schlechten Varianten wäre das die am ehesten akzeptable."