Berlin/Hannover (dpa) - Die Prämien für Autoversicherungen dürften bei Deutschlands drittgrößter Versicherungsgruppe Talanx nach den massiven Hagel- und Hochwasserschäden des vergangenen Jahres zulegen.

"Die Schäden waren hier 2013 besonders stark", sagte Vorstandschef Herbert Haas der "Welt am Sonntag". Bei den Hannoveranern hatte sich die wichtige Kfz-Sparte zuletzt unter den Erwartungen entwickelt, ein wachsendes Prämienvolumen könnte aus Haas' Sicht Besserung bringen.

Der größte deutsche Autoversicherer HUK-Coburg hatte bereits Mitte 2013 angedeutet, dass sich vor allem die verheerenden Überschwemmungen an Donau und Elbe negativ auf die Bilanz auswirken dürften. Zuletzt hatten die Coburger aber mitgeteilt, keine weiteren Preiserhöhungen bei Kfz-Policen zu planen.

Talanx befindet sich derzeit in einer Umbauphase, bis 2016 sollen rund 700 Stellen abgebaut werden. Darüber hinaus gehende Streichungen von Jobs werde es zunächst nicht geben. "Allerdings wird die Versicherungswirtschaft in der Zukunft kein Jobmotor sein", räumte Haas ein. "Getrieben durch eine effizientere IT werden die Mitarbeiterzahlen branchenweit sinken", sagte er der Zeitung.

Der Manager bekräftigte das Ziel, das Konzernergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 auf rund 700 Millionen Euro steigern zu können. Vor allem im Ausland will die Talanx-Gruppe expandieren.