Saarbrücken (dpa) - Der Liebesfilm "Love Steaks" des Nachwuchsregisseurs Jakob Lass ist mit dem Max Ophüls Preis 2014 ausgezeichnet worden. Die mit 18 000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am Samstag in Saarbrücken verliehen.

Der Streifen sei nicht nur ein Film, sondern vielmehr "ein Geschenk an die Zuschauer, das nur so strotzt vor Kraft, Spielfreude, Farben und Liebe", begründete die Jury ihre Entscheidung. Er zeige, wozu Kino in der Lage sei.

In "Love Steaks" wird die Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen mit gegensätzlichen Lebensentwürfen erzählt. Der schüchterne Masseur Clemens (Frank Rogowski) fängt im Wellnessbereich eines Hotels an. Im Fahrstuhl trifft er die wilde und überdrehte Küchenhilfe Lara (Lana Cooper). Neben den beiden Hauptdarstellern spielen Angestellte des Hotels, in dem der 89 Minuten lange Film gedreht wurde. Es ist Lass' erster Langfilm.

Bei der 35. Auflage des Max-Ophüls-Filmfestivals wurden insgesamt 14 Preise vergeben. Im Wettbewerb liefen in diesem Jahr rund 70 Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in den vier Kategorien "Kurzfilm", "mittellanger Film", "Spielfilm" und "Dokumentation". Etwa 90 Filme waren im Beiprogramm zu sehen. Die Festivalwoche endet an diesem Sonntag. Die Veranstalter rechnen mit 40 000 Zuschauern.

Als beste Nachwuchsdarstellerin wurde Liv Lisa Fries geehrt. Die Jungschauspielerin mimt in dem deutsch-schweizerischen Sozialdrama "Und morgen Mittag bin ich tot" die an Mukoviszidose erkrankte 22-jährige Lara. Vincent Krüger, der in dem deutschen Film "Sunny" einen aggressiven 19-jährigen Vater spielt, wurde als bester Nachwuchsdarsteller gekürt. Das Publikum entschied sich für das österreichische Beziehungsdrama "High Performance" von Johanna Moder als besten abendfüllenden Spielfilm.

Den vom Saarländischen Rundfunk (SR) und vom ZDF vergebenen Fritz-Raff-Drehbuchpreis erhielten Stefanie Veith und Ivana Lalović für "Sitting next to Zoe" über zwei beste Jugend-Freundinnen. Das Beziehungsdrama "Familienfieber" von Nico Sommer erhielt den Preis der Saarländischen Ministerpräsidentin. Als bester Dokumentarfilm wurde der Streifen "Earth's Golden Playground" von Andreas Horvath über die Goldsuche am Klondike River ausgezeichnet.

Festival