Jerez de la Frontera (SID) - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (26) musste den zweiten Tag der Testsession im spanischen Jerez vorzeitig beenden und hat damit bisher kaum im neuen RB10 gesessen. Nachdem der Heppenheimer zum Auftakt am Dienstag wegen technischer Probleme nur für die letzten 14 Minuten auf die Strecke gegangen war, reichte es auch am Mittwoch lediglich zu acht Runden.

Dann stoppte ein Problem mit dem Energierückgewinnungssystem ERS am neuen Renault-Turbo-Aggregat den viermaligen Champion. Red-Bull-Teamchef Christian Horner (40) bestätigte dem Sport-Informations-Dienst (SID), dass alle von Renault belieferten Teams dieselben Probleme hatten. Die schnellste seiner wenigen Runden absolvierte Vettel in 1:38,320 Minuten.

"Wir sind nicht viel gefahren und haben einige Probleme, die noch ausgemerzt werden müssen. Bei so großen Regeländerungen ist es aber üblich, ein paar Kinderkrankheiten zu haben", sagte Vettel: "Dafür sind Tests da, um solche Sachen in Ordnung zu bringen."

Dagegen lief es beim großen Red-Bull-Konkurrenten Mercedes bestens. Nico Rosberg (28), der nach dem Crash von Teamkollege Lewis Hamilton (29) vom Vortag etwas auf einen neuen Frontflügel warten musste, absolvierte 97 Runden mit einer Bestzeit von 1:25,588 Minuten. Tagesschnellster war Ex-Weltmeister Jenson Button (34/England) im McLaren in 1:24,165 Minuten, nachdem er am Dienstag keine Runde gedreht hatte, vor Ferrari-Rückkehrer Kimi Räikkönen (34/Finnland) in 1:24,812.