Genf (dpa) - Das Ringen um Frieden und die Macht in Syrien ist zäh und langwierig. Inzwischen gibt es aber einige Hoffnungsschimmer. Die Bildung einer Übergangsregierung erscheint nicht mehr völlig ausgeschlossen.

Die Regierungsseite habe zugestimmt, den 2012 von der ersten Genfer Syrien-Konferenz verabschiedeten Fahrplan zum Frieden - das "Genfer Kommuniqué" - als Verhandlungsgrundlage zu akzeptieren, sagte Oppositionssprecher Luai Safi in Genf.

In dem seinerzeit maßgeblich von den USA und Russland vereinbarten "Genfer Kommuniqué" ist die Bildung einer Übergangsregierung unter Beteiligung der Opposition vorgesehen. Dass dies nun angesprochen wurde, sei "ein Schritt nach vorn", sagte Safi. Allerdings wollten die Regimevertreter, dass die Schaffung einer Übergangsregierung nicht - wie im Kommuniqué vorgesehen - am Anfang steht, sondern am Ende. Dies könne die Verhandlungen zu Fall bringen. Auch viele Fragen seien noch offen.

Im syrischen Staatsfernsehen hieß es am Mittwoch, die Abordnung der Regierung sei bereit, alle Bestimmungen des Genf-1-Abkommens "Schritt für Schritt" zu erörtern. Zuvor hatte die Regierungsdelegation in Genf Forderungen der Opposition nach dem Rücktritt des Präsidenten Baschar al-Assad kategorisch abgelehnt. Laut Genf-1-Kommuniqué sollen der Übergangsregierung für Syrien Mitglieder der bisherigen Regierung sowie der Opposition und anderer Gruppen angehören können.

Genfer Kommuniqué

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