Bayrischzell (SID) - Es ist das Weltcup-Finale im Parallel-Riesenslalom und für die deutschen Snowboard-Asse der abschließende Test vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi/Russland. Beim Heimrennen am Sudelfeld nahe Bayrischzell stehen Weltmeisterin Isabella Laböck (27), Amelie Kober (26) und Co. noch einmal vor dem Saisonhöhepunkt im Blickpunkt.

"Ich bin froh, dass der Druck auf mehrere Schultern verteilt ist", sagte Kober, die nicht weit von der Rennstrecke entfernt in Fischbachau wohnt und den Wettkampf vor ihrer Haustüre schon zweimal (2010, 2012) gewann.

Die Austragung des Wettbewerbs am Samstag (Finale ab 13.30 Uhr) stand witterungsbedingt lange auf Messers Schneide, umso glücklicher sind die deutschen Starter, dass der Veranstalter rechtzeitig grünes Licht geben konnte. "Für mich ist das ein ganz besonderer Ort. Es ist mein Heimberg, ich bin hier groß geworden. Ich freue mich riesig drauf", sagte Laböck, die aus Prien am Chiemsee stammt.

Laböck und Kober haben wie ihre Teamkolleginnen Selina Jörg (26/Sonthofen) und Anke Karstens (28/Bischofwiesen) die Olympia-Qualifikation geschafft und zählen zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter. Die stärksten Leistungen im Winter erbrachte bislang Jörg, die schon im ersten Weltcup-Rennen das Sotschi-Ticket löste und auch auf dem Waldkopfhang überzeugen möchte: "Jeder will sich noch einmal zeigen", sagte sie.

Was auch für die Männer gilt, die mit Patrick Bussler (29/Aschheim), Alexander Bergmann (26/Bischofswiesen) und Junioren-Weltmeister Stefan Baumeister (Feldkirchen-Westerham, 20) in Sotschi vertreten sein werden. Alle drei sind ebenso zu vorderen Platzierungen in der Lage und wollen dies beim letzten Härtetest unter Beweis stellen. "Auch bei den Männern entsteht etwas", sagte Bussler.