Luxemburg (AFP) Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Regeln für die Aufnahme von Flüchtlingen konkretisiert, die ihre Heimat wegen gewaltsamer Konflikte verlassen haben. Solche "innerstaatlichen bewaffneten Konflikte" lägen bereits dann vor, wenn reguläre Streitkräfte eines Staates "auf eine bewaffnete Gruppe treffen" oder sich solche Gruppen bekämpfen, entschied der EuGH in einem am Donnerstag in Luxemburg veröffentlichten Urteil. Demnach ist allein die individuelle Bedrohung und nicht die Intensität der Konflikte entscheidender Maßstab für die Gewährung des Schutzes für Flüchtlinge. (Az. C-285/12)