Karlsruhe (AFP) Die vor sechs Jahren eingeführten Regeln zur Anfechtung von Vaterschaften durch die Behörden sind verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht kippte am Donnerstag ein Gesetz, mit dem verhindert werden sollte, dass deutsche Männer die Vaterschaft für ausländische Kinder nur übernehmen, um deren Müttern ein Aufenthaltsrecht zu ermöglichen. Die Regelungen zur sogenannten behördlichen Vaterschaftsanfechtung sind "unnötig weit gefasst" und verstoßen gegen Grundrechte von Eltern und Kindern, wie das Gericht in einem in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss entschied.