München (SID) - Ehrenpräsident Franz Beckenbauer glaubt angesichts des Sommer-Transfers von des Dortmunders Robert Lewandoski zum Fußball-Rekordmeister Bayern München an einen Abschied von Bayern-Torjäger Mario Mandzukic. "Ich kann mir vorstellen, dass, wenn alles nach Plan läuft, Lewandowski spielen wird, weil er besser ins Konzept passt. Das wird Mandzukic nicht gefallen. Ich kann mir deshalb vorstellen, dass man sich da gegenseitig die Hand gibt - und sich trennt", sagte Beckenbauer dem SID.

Bayern-Trainer Pep Guardiola sei "nicht unbedingt ein Freund eines klassischen Mittelstürmers. Lewandowski ist eher ein spielender Mittelstürmer und passt schon eher in sein Konzept. Mandzukic ist ein klassischer Mittelstürmer, der seine Torgefährlichkeit im Strafraum hat." Deshalb habe der Kroate unter dem spanischen Coach keine Zukunft. Manzukic (27) war nach mangelnder Trainingsleistung für den Rückrundenstart bei Borussia Mönchengladbach (2:0) suspendiert worden. Im Nachholspiel beim VfB Stuttgart (2:1) wurde er in der 60. Minute eingewechselt.

Nach dem Transfer von Lewandowski, der im Sommer ablösefrei vom BVB kommen wird, sieht Beckenbauer (68) noch Handlungsbedarf in der Defensive. "Van Buyten wird 36, seine Zukunft ist vorbei. Bei Badstuber weiß man nicht, ob er zurückkommt. Dante spielt in der Rückrunde wieder ein bisschen besser, er hat eine schwache Vorrunde gespielt gemessen an dem, was er kann. Boateng hat sich stabilisiert, er hat nicht mehr so viele Aussetzer, wie er in den letzten Jahren hatte. Da kann ich mir vorstellen, dass man noch auf der Suche nach der ein oder anderen Alternative ist", sagte er.

Insgesamt sieht der "Kaiser" die Bayern derzeit positiv. Nach dem 0:3 im letzten Test bei RB Salzburg habe sich die Mannschaft "zusammengerissen, in Gladbach souverän gewonnen. Jetzt scheinen sie wieder in der Erfolgsspur zu sein, wieder auf einem sehr guten Weg. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man ihnen den Titel jetzt noch streitig machen kann", sagte er.