Hannover (dpa) - Einer der höchsten Gewinne in der deutschen Lotto-Geschichte geht vermutlich an einen Glückspilz aus Hannover.

Der zunächst unbekannte Tipper gab seinen Schein in der niedersächsischen Landeshauptstadt für die Mittwochsziehung "6 aus 49" ab und gewann damit exakt 24 397 198 Euro und 30 Cent. Das teilte der Deutsche Lotto- und Totoblock am Donnerstag mit.

Bundesweit handele es sich um den viertgrößten Einzelgewinn in der deutschen Lottogeschichte bei "6 aus 49" (mittwochs/samstags). Für Niedersachsen ist es nach Angaben eines Sprechers der höchste Lotto-Gewinn überhaupt.

Vermutlich geht der Riesenjackpot nun an einen Niedersachsen. Die Identität des Spielers sei aber noch unklar. Bei dem Kunden handele es sich nicht um einen Dauertipper. "Es ist ein anonym abgegebener Schein, wir haben dazu keine Kundenkarte oder ein Abo", sagte der Lotto-Sprecher. "Der oder diejenige kann 18 Jahre alt sein oder 80, wir wissen das alles noch nicht." Theoretisch kann es sich auch um eine Tippgemeinschaft handeln oder um jemanden, der in Hannover nur auf der Durchreise war und eigentlich gar kein Niedersachse ist.

Sollte es sich um einen Einwohner Hannovers handeln, wäre eines aber klar: Nach Nordrhein-Westfalen (2006, 37,7 Millionen), Bayern (2009, 31,7 Millionen) und Baden-Württemberg (2001, 24,9 Millionen) wäre endlich einmal in Norddeutschland ein Riesenjackpot geknackt worden.

Das Spiel kostete den Glückspilz 10,75 Euro, er kaufte sich damit die günstigste Variante eines sogenannten Systemscheins, bei dem der Computer automatisch Spielreihen zusammenstellt.

Der aktuelle Glückspilz hatte den Schein am Dienstag in Hannover abgegeben, die Zahlen 3, 12, 15, 26, 34, 36 plus Superzahl 5 erwiesen sich für den Lottokönig als goldrichtig - kein anderer Tipper kam ihm in die Quere.

Mit rund 24 Millionen Euro hätte der Glückspilz, wenn er eine Anlage mit 4 Prozent Zinsen findet, jedes Jahr eine weitere Million obendrauf - Steuern und Zinseszinsen mal nicht eingerechnet.