Potsdam (dpa) - Die SPD-Spitze will zum heutigen Abschluss ihrer Klausur in Potsdam das Arbeitsprogramm für 2014 festzurren. Um die eigene Politik stärker von der Union abzugrenzen, und um eigene Akzente herauszustreichen, sollen jährliche "Regierungskonferenzen" verabredet werden.

Dazu sollen die SPD-Minister, die Ministerpräsidenten und Kommunalpolitiker erstmals am 6. April in Berlin zu einer Konferenz zusammenkommen.

Ab August soll zudem bundesweit auf 16 Regionalkonferenzen über die Arbeit in der großen Koalition mit der Union debattiert werden. Zudem will die SPD mit einer neuen Internet-Strategie dem digitalen Wandel Rechnung tragen und für junge Menschen attraktiver werden. Die SPD soll "eine Partei der digitalen Öffnung und Belebung aller Kommunikationsformen sein", heißt es in einer Beschlussvorlage. Bis 2015 soll in diesem Kontext ein Plan für digitale Mitgliederentscheide erarbeitet werden.

Am Sonntag hatte als Gast der Philosoph Jürgen Habermas der SPD ins Gewissen geredet und eine schärfere Regulierung der Finanzmärkte in Europa gefordert. Er warnte die Bundesregierung vor einer einseitigen Politik zugunsten von Anlegern, die den europäischen Einigungsprozeses untergraben könnte.