München (dpa) - ADAC-Präsident Peter Meyer hat eine grundlegende Reform des Autofahrerclubs angekündigt: "Wir
werden die Axt anlegen und uns dabei von externen Beratern begleiten
lassen", sagte Meyer am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Günther Jauch".

"Wir wollen komplette Aufklärung und wir wollen
eine deutliche Transparenz sofort einführen." Die ADAC- Pannenstatistik etwa sei nicht repräsentativ, das müsse künftig deutlicher betont werden.

Finanzielle Anreize beim Batterieverkauf durch Pannenhelfer verteidigte Meyer zunächst - Anreize seien in der Wirtschaft eine übliche Praxis. Später sagte er aber: "Auf so ein Provisionssystem kann man komplett verzichten." Einen Rücktritt als ADAC-Präsident schloss Meyer aus. Der Verein liege am Boden. Aber er sehe seine Aufgabe darin, die Dinge nach dem Skandal wieder ins Reine zu bringen.