Stuttgart (dpa) - Der Autobauer Daimler geht dank neuer Modelle gestärkt ins neue Jahr und stellt für die Zukunft weitere Erfolge in Aussicht. "Wir werden weiter an Tempo zulegen", kündigte Konzernchef Dieter Zetsche in Stuttgart an.

2014 wollen die Schwaben nach Turbulenzen im vergangenen Jahr in allen Geschäftsbereichen zulegen und steigende Werte bei Umsatz, Absatz und Ergebnis vorweisen. 2013 hatten sie im laufenden Geschäft vor allem in der wichtigen Autosparte geschwächelt und eine Gewinnwarnung für das Gesamtjahr geben müssen.

Rückenwind verschafft ihnen nun, dass sie ihre selbstgesteckten Ziele für 2013 übertroffen haben: Beim operativen Gewinn aus dem laufenden Geschäft kam der Dax-Konzern auf 7,9 Milliarden Euro. Das ist zwar im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 3 Prozent. Angekündigt waren nach einem schwierigen Jahresstart aber lediglich 7,5 Milliarden Euro. Sondereffekte wie der Verkauf der Anteile am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS sind dabei herausgerechnet.

Der Umsatz stieg 2013 um 3 Prozent auf rund 118 Milliarden Euro. Unter dem Strich standen 8,7 Milliarden Euro (plus 28 Prozent), wobei der EADS-Verkauf mit rund 3,2 Milliarden Euro positiv zu Buche schlug.

"Auf Basis dessen, was wir im Jahr 2013 eingeleitet haben, können wir mit Zuversicht auf das Jahr 2014 und die Folgejahre blicken", sagte Konzernchef Dieter Zetsche.

An der Börse kam das gut an: Daimler-Papiere legten zum Handelsstart um 3,61 Prozent zu und lagen damit an der Dax-Spitze.

Profitieren will Daimler künftig vor allem von neuen Modellen. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die runderneuerten Kompaktwagen der A- und B-Klasse sowie die Limousinen der E- und S-Klasse positiv bemerkbar gemacht. Künftig soll dazu die überarbeitete C-Klasse ebenso beitragen wie der kompakte GLA.

Trotz neuer Absatzrekorde hatte die Pkw-Sparte zuletzt allerdings bei der Profitablität geschwächelt: Die Umsatzrendite - das Verhältnis von operativem Gewinn zum Umsatz - ging 2013 auf 6,2 Prozent zurück. Im vierten Quartal konnten die Stuttgarter hier allerdings schon zulegen (7,5 Prozent).

Daimler will die Erzrivalen BMW und Audi bis 2020 bei Absatz, Umsatz und auch Profitabilität überholt haben. Die Bayern haben noch keine Jahreszahlen vorgelegt, schafften aber zuletzt um die 9 Prozent.

Bei ihrer Aufholjagd müssen die Schwaben künftig jedoch ohne einen ihrer Topmanager auskommen: Produktionschef Andreas Renschler hatte das Unternehmen in der vergangenen Woche überraschend verlassen. Sein Nachfolger Markus Schäfer rückt zunächst allerdings nicht in die Vorstandsriege auf, sondern arbeitet lediglich Bereichsvorstand.

Bessere Ergebnisse versprechen sich die Stuttgarter künftig aber auch von ihren eingeleiteten Sparprogrammen, die allein in der Pkw-Sparte bis zum Jahresende mit 2 Milliarden Euro zu Buche schlagen sollen. Rund 800 Millionen Euro davon hat der Autobauer nach eigenen Angaben 2013 schon gespart.