Hannover (dpa) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff sagt seit Donnerstagmorgen ein früherer Geschäftspartner des mitangeklagten Filmproduzenten David Groenewold aus.

Das Landgericht Hannover erhofft sich von ihm Informationen darüber, ob Groenewold einen Bittbrief an Wulff abschickte. Eine Assistentin Groenewolds hatte als Zeugin ausgesagt, sie habe das Schreiben verschickt, weil es für ihren Chef geschäftlich überlebenswichtig gewesen sei. Darin habe Groenewold Wulff um Hilfe bei der Vermarktung eines Films gebeten.

Dagegen betont die Verteidigung, der Brief sei nie an Wulff abgeschickt worden. Wulff steht wegen Vorteilsannahme vor Gericht, weil Groenewold ihm Kosten bei einem Münchenbesuch bezahlt haben soll.

Staatsanwaltschaft zum Verfahren

Pressemitteilung Wulff-Anwälte 27.8.2013