Hannover (dpa) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff hat der Vorsitzende Richter Frank Rosenow mit einem Aussetzen des Verfahrens gedroht.

Vorher war es zwischen ihm und Staatsanwaltschaft Clemens Eimterbäumer zu einem Streit darüber gekommen, dass die Ermittler stückweise nach und nach neue Beweismittel vorlegen, die dem Gericht bisher nicht bekannt waren.

"Notfalls werde ich das Verfahren aussetzen", sagte Rosenow. Ein Aussetzen der Verhandlung nach Paragraf 228 der Strafprozessordnung würde bedeute, dass der Prozess komplett neu aufgerollt werden müsste. Eine einfache Unterbrechung wäre aber auch möglich.

Staatsanwaltschaft zum Verfahren

Pressemitteilung Wulff-Anwälte 27.8.2013