Bratislava (dpa) - Trotz der Absage von Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki geht Fed-Cup-Rückkehrerin Andrea Petkovic optimistisch in das schwere Viertelfinale in der Slowakei.

"Insgesamt denke ich, dass wir gut aufgestellt sind für diese Aufgabe", sagte die 26-Jährige aus Darmstadt im Interview der Nachrichtenagentur dpa. Petkovic steht erstmals seit fast zwei Jahren wieder im deutschen Aufgebot. Die ehemalige Nummer neun der Tennis-Welt ist neben Angelique Kerber aus Kiel als Einzelspielerin gesetzt.

"Der Fed Cup ist mir unheimlich wichtig. Ich verspüre eine gewisse Anspannung, aber die brauche ich auch, um zu 1000 Prozent trainieren zu können und alles zu geben und dann auch hoffentlich mein bestes Tennis zeigen zu können", sagte Petkovic vor der Partie auf Hartplatz in der Aegon Arena von Bratislava. Am Freitag werden die Begegnungen ausgelost; am Samstag stehen zwei Einzel auf dem Programm, am Sonntag zwei weitere Einzel und das möglicherweise entscheidende Doppel. Dafür sind bislang Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) und Julia Görges (Bad Oldesloe) vorgesehen.

Die Gastgeber setzen auf Dominika Cibulkova - ihre Nummer eins. Die 1,61 Meter große Athletin aus Bratislava schaffte es zuletzt bei den Australian Open überraschend bis ins Finale und spielt derzeit in bestechender Form auf. "Cibulkova wird mit einem ganz anderen Selbstbewusstsein hierherkommen. Sie wird fest daran glauben, dass sie eine Angie, die in den Top Ten steht, schlagen kann", sagte Petkovic und betonte: "Jedes Match steht auf der Kippe, in jedem Match stehen die Chancen fifty-fifty."

Kerber liegt in der Weltrangliste auf Platz neun, Petkovic auf Rang 36. Cibulkova ist auf Position 13 notiert. Als Einzelspielerinnen kommen zudem Daniela Hantuchova (30.) und Magdalena Rybarikova (32.) infrage. "Ich hoffe, dass Petko über den Fed Cup weiteres Selbstvertrauen tanken kann. Ich bin sehr gespannt, wie sie das macht", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner. Der oft zweifelnden und grübelnden Petkovic rät sie: "Sie soll einfach spielen und bloß nicht zu viel überlegen."