Köln (dpa) - Toyota ruft wegen eines Softwarefehlers weltweit 1,9 Millionen Hybrid-Fahrzeuge vom Typ Prius III in die Werkstätten.

Bei wiederholt starker Beschleunigung könne es in Einzelfällen zu einer Überlastung der Hybrid-Regelelektronik kommen, teilte der Autobauer am Mittwoch in Köln mit.

In Deutschland seien gut 13 000 Fahrzeuge der seit 2009 gefertigten aktuellen Generation betroffen. Bei einem Fehler leuchteten Warnanzeigen auf und das Fahrzeug schalte in ein Notlaufprogramm mit reduzierter Antriebsleistung um.

Weltweit seien dem Unternehmen 400 Fälle gemeldet worden, Unfälle habe es aber nicht gegeben. Von den 1,9 Millionen Fahrezeugen seien 136 800 in Europa betroffen. Beim Werkstattaufenthalt werde kostenlos eine verbesserte Software aufgespielt. Es handle sich um einen freiwilligen Rückruf zur Qualitätssicherung.

Toyota stehe zu seiner Verantwortung und hole konsequent alle infrage kommenden Fahrzeuge in die Werkstätten. Die Halter wurden zeitnah angeschrieben und gebeten, sich mit ihren Händlern in Verbindung zu setzen.

Zuletzt hatte der Autoriese im vergangenen Oktober weltweit fast 900 000 Fahrzeuge wegen möglicher Sicherheitsprobleme in die Werkstätten zurückgerufen. Autos in Deutschland waren allerdings nicht betroffen.

Grund für den freiwilligen Rückruf waren mögliche Defekte der Klimaanlage mit Auswirkungen auf Airbag-Kontrollmodule und Servolenkung gewesen.

2010 hatte Toyota einen Massenrückruf von Millionen Autos weltweit gestartet, nachdem Fahrer über klemmende Gaspedale und rutschende Fußmatten als Grund für Unfälle berichtetet hatten. Auch wenn sich später viele dieser Unfälle als Fehler der Fahrer herausstellten, war der Imageschaden perfekt, die Verkäufe brachen ein.