Frankfurt/Main (SID) - DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hat DFB-Vize-Präsident Rainer Milkoreit vehement widersprochen. Der Chef des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) hatte erklärt, er erwarte für den Drittligisten RB Leipzig im Falle des Aufstiegs keine Probleme bei der Lizenzerteilung.

Rettig sagte auf SID-Anfrage: "Im Lizenzierungsverfahren der DFL wird gemäß der Statuten geprüft, wer die Spielberechtigung für die Bundesliga und die 2. Bundesliga erhält. Insofern kann es im Vorfeld gar keine Zusicherungen dieser Art geben. Deshalb verwundert uns die Aussage des DFB-Präsidiumsmitglieds Milkoreit sehr."

Dieser hatte in der Sport Bild erklärt: "Einer Lizenzierung von RB Leipzig steht nichts im Weg, wenn sie sportlich den Aufstieg schaffen. Die Probleme, die durch die Vereinssatzung bestanden haben, sind ausgeräumt." 

Zuletzt hatte es Diskussionen darüber gegeben, ob die Vereinssatzung des Klubs mit den Regeln der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Einklang steht. Milkoreit betonte, dass RB entsprechende Änderungen bereits auf den Weg gebracht habe. Derzeit belegt der von einem österreichischen Getränkekonzern finanzierte Klub den zweiten Platz in der Tabelle.