Düsseldorf (dpa) - Die Pläne des Handelskonzerns Metro für einen Teilverkauf seines lukrativen russischen Großhandelsgeschäfts stoßen bei Aktionären auf Kritik.

Der Fondsmanager Ingo Speich von Union Investment sagte am Mittwoch nach einem vorab verbreiteten Manuskript auf der Hauptversammlung des Handelsriesen in Düsseldorf, er sehe den angestrebten Teilbörsengang von Cash & Carry Russland "sehr kritisch". Denn der Konzern wolle eigene Zukunftschancen opfern, um schnell Geld in die Kasse zu bekommen.

Die Metro will noch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bis zu 25 Prozent ihres russischen Großhandelsgeschäfts an die Börse bringen. Analysten gehen davon aus, dass der Verkauf des Minderheitsanteils eine Milliarde Euro oder mehr in die Kasse des Konzerns spülen könnte.

Metro will durch den Verkauf das Geld für eine schnellere Expansion erhalten, ohne die eigene Verschuldung nach oben zu treiben.