Hannover (dpa) - Die Weitergabe von Informationen im Fall des SPD-Politikers Sebastian Edathy könnte nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Hannover möglicherweise ihre Arbeit behindert haben.

"Wenn Informationen über mögliche strafrechtliche Ermittlungen durchgestochen werden, ist das stets ein Vorgang, der Ermittlungen einer Staatsanwaltschaft erheblich gefährden kann", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover, Kathrin Söfker, am Donnerstag der Zeitung "Die Welt". Zuvor war bekanntgeworden, dass die SPD-Spitze bereits im Oktober 2013 aus dem Bundesinnenministerium über mögliche Ermittlungen informiert wurde. Edathy soll dem Zeitungsbericht zufolge spätestens im Dezember 2013 von einem Verdacht gegen ihn erfahren haben.