Sotschi (dpa) - Die deutsche Olympia-Mannschaft blieb zum Auftakt des sechsten Wettkampftages der Winterspiele von Sotschi ohne Medaille. Dennoch gab es eine herausragende Leistung. Stefanie Böhler wuchs im Langlauf über 10 Kilometer klassisch über sich hinaus.

Die 32-Jährige aus Ibach belegte in Krasnaja Poljana beim Favoritensieg der Polin Justyna Kowalczyk einen hervorragenden sechsten Platz und verbuchte ihr bestes Karriereergebnis in einem Einzelrennen. "Das war das härteste Rennen, das ich im Leben gelaufen bin. Die Strecke ist gnadenlos hart", sagte die Schwarzwälderin, der ganze 18 Sekunden zum Gewinn der Bronzemedaille fehlten.

In der ersten Entscheidung des Tages hatte sich der amerikanische Ski-Freestyler Joss Christensen Gold im Slopestyle geholt. Der einzige deutsche Starter Benedikt Mayr hatte als 20. der Qualifikation den Sprung in das Finale verpasst.

Die deutschen Skeleton-Pilotinnen haben schon zur Halbzeit kaum noch Medaillenchancen. Nach zwei von vier Olympia-Durchgängen auf der Eisbahn im Sanki Sliding Center erreichte Anja Huber mit deutlichem Rückstand Rang sieben. Sophia Griebel kam zunächst auf Rang neun, Marion Thees wurde Zehnte. In Führung lag die Weltcup-Gesamtsiegerin Elizabeth Yarnold aus Großbritannien.

Für Shorttracker Robert Seifert endete der Wettkampf über 1000 Meter schon im Vorlauf. Der Dresdner belegte in seinem Rennen nur den vierten und letzten Platz. Bereits über 1500 Meter war er gleich zu Beginn aus dem Wettbewerb ausgeschieden.

Die deutschen Eishockey-Spielerinnen feierten im dritten und letzten Gruppenspiel ihren ersten Sieg. Gegen Japan setzte sich die Auswahl von Bundestrainer Peter Kathan in Sotschi mit 4:0 durch. Das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hatte durch die beiden Niederlagen gegen Russland und Schweden aber schon vorher den Einzug ins Viertelfinale verpasst und spielt nun in der Platzierungsrunde um die Ränge fünf bis acht.

Nach dem enttäuschenden dritten Platz am Abend zuvor mit ihrem Partner Robin Szolkowy hat Aljona Savchenko angekündigt, ihre Eiskunstlauf-Karriere fortsetzen zu wollen. Da Szolkowy seine Laufbahn beendet, sucht sie einen neuen Partner. "Robin will ja nicht mehr, aber ich bin noch nicht fertig", sagte Savchenko der Nachrichtenagentur dpa und deutete an, dass sie bis zu den Winterspielen 2018 in Pyeongchang weiterlaufen will: