Wiesbaden (dpa) - Das Bundeskriminalamt hat die Daten über mutmaßliche deutsche Kunden eines kanadischen Kinderporno-Rings an alle Landeskriminalämter weitergeleitet. Dies sei "übliche kriminalpolizeiliche Praxis", sagte eine Sprecherin. Aus den kanadischen Ermittlungen stammen angeblich die Verdachtsmomente gegen den SPD-Politiker Sebastian Edathy. Die Polizei in der kanadischen Hauptstadt Toronto hatte im vergangenen November mitgeteilt, dass ein 42-Jähriger Kunden in der ganzen Welt mit Kinderpornos versorgt habe. Nach Medienberichten geht es allein in Deutschland um etwa 800 Namen.