Sotschi (dpa) - Mit einem Schreck hat der siebte Wettkampftag für die deutsche Olympia-Mannschaft bei den Winterspielen begonnen. Auf seiner Anreise nach Sotschi hatte die alpine Medaillen-Hoffnung Felix Neureuther noch in Deutschland einen Unfall.

Der 29-Jährige war auf glatter Autobahn in der Nähe von Starnberg mit seinem Wagen gegen eine Leitplanke gefahren. Er ließ sich anschließend in München untersuchen. Wann er nach Sotschi kommt, ist offen. In der kommenden Woche soll Neureuther im Riesenslalom und Slalom starten. Im Auto saß auch seine Freundin und Biathletin Miriam Gössner, die wegen einer Verletzung auf ihre Olympia-Teilnahme verzichten musste.

Auch ohne Edelmetall konnten die deutschen Langläufer in der ersten Entscheidung des Tages zufrieden sein. Axel Teichmann wurde über 15 Kilometer in der klassischen Technik sehr guter Achter. Der Schweizer Dario Cologna sicherte sich in dem Rennen sein zweites Olympia-Gold in Krasnaja Poljana nach seinem Erfolg im Skiathlon. Der dreimalige Gewinner der Tour de Ski siegte bei Temperaturen von weit über null Grad vor dem Schweden Johan Olsson. Bronze ging an Olssons Landsmann Daniel Richardsson.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann zog nach der ersten Woche in Sotschi eine positive Zwischenbilanz. "Mit siebenmal Gold und insgesamt zehn Medaillen für das deutsche Team können wir rundherum zufrieden sein", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) der Nachrichtenagentur dpa.

Zur Medaillenbilanz werden die deutschen Curler nichts beisteuern können. Sie verloren auch ihr fünftes Spiel und bleiben als einziges punktloses Team Letzter der Tabelle. Die Mannschaft um Skip John Jahr unterlag den USA mit 5:8 und kann den Einzug ins Halbfinale abhaken.