Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag nach einem eher ruhigen Handelsverlauf mit Kurszuwächsen in die neue Woche gestartet.

Der Dax hatte zunächst nach Konjunktur- und Inflationsdaten zwischen leichten Gewinnen und Verlusten geschwankt, konnte dank der festen US-Börsen und dem Rekord im S&P-500-Index aber Boden gutmachen. Am Ende ging der deutsche Leitindex mit plus 0,54 Prozent bei 9708,94 Punkten aus dem Handel. Für den MDax ging es um 0,63 Prozent auf 16 933,40 Punkte nach oben, und der TecDax stieg um 0,84 Prozent auf 1275,90 Zähler.

Am Morgen hatten noch Sorgen über die Entwicklung von Chinas Wirtschaft den Dax belastet. Dagegen hatte sich in Deutschland die Stimmung in den Unternehmen im Februar überraschend weiter aufgehellt. Das Ifo-Geschäftsklima war zum vierten Mal in Folge gestiegen und erreichte den höchsten Wert seit Juli 2011. Dies zeige, dass die deutsche Wirtschaft trotz der jüngsten Turbulenzen in den Schwellenländern und eines nachlassenden Wachstums Chinas wieder Fahrt aufnehmen könnte, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. Allerdings dämpften gute Konjunkturdaten die Hoffnungen einiger Investoren auf eine weitere Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank.

Entscheidend für den weiteren Verlauf an den Aktienmärkten dürften nach Einschätzung von Michael Winkler, Investmentstratege der St. Galler Kantonalbank, nun zahlreiche wichtige internationale Konjunkturdaten werden, die im weiteren Wochenverlauf anstünden.

Auf Unternehmensseite stachen die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) negativ hervor. Sie sackten am Dax-Ende um 6,52 Prozent auf 187,90 Euro ab. Der Autobauer hatte am Freitag nach Börsenschluss Zahlen vorgelegt. Analysten bemängelten vor allem den Geschäftsausblick für 2014. Überdies halten Experten den von VW gebotenen Kaufpreis für die noch ausstehenden Aktien der Tochter Scania für zu hoch.

Freundlicher sah es bei den Papieren der Lufthansa an der Dax-Spitze aus. Sie kletterten im Verlauf auf 18,78 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Dezember 2007. Bei Handelsschluss betrug das Plus noch 2,18 Prozent auf 18,775 Euro.

Die im MDax notierten Papiere des Immobilienfinanzierers Aareal Bank erreichten nach einem positiven Analystenkommentar mit plus 5,31 Prozent auf 33,125 Euro ebenfalls ein Mehrjahreshoch. Papiere des MDax-Kollegen DMG Mori Seiki rückten nach erneut guten Zahlen zum Auftragseingang um 0,37 Prozent vor.

Im TecDax zogen die Papiere des Telekommunikationsdienstleisters QSC um mehr als zehn Prozent an. Die US-Bank JPMorgan hatte die Titel hochgestuft. SMA-Solar-Aktien schossen ebenfalls um gut zehn Prozent nach oben.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone schloss 0,82 Prozent höher bei 3157,31 Punkten. Auch die Leitindizes in London und Paris verbuchten Gewinne. In New York lag der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa mit über einem Prozent im Plus.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,35 Prozent am Freitag auf 1,36 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 134,25 Punkte. Für den Bund-Future ging es um 0,19 Prozent auf 143,64 Punkte nach unten. Der Kurs des Euro zog an. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3735 (Freitag: 1,3707) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7281 (0,7296) Euro.