Berlin (dpa) - Die Anwälte von Evi Sachenbacher-Stehle haben den Vorwurf von bewusstem oder "gar vorsätzlichem" Doping der Biathletin bestritten.

"Es gibt nach den derzeit vorliegenden Erkenntnissen hierfür auch keinerlei Anhaltspunkte", hieß es in einer Mitteilung am Montag, die ihr Management veröffentlichte. Sachenbacher-Stehle sei "nach wie vor geschockt". Sie war bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi positiv auf das Stimulanzmittel Methylhexanamin getestet und aus den Ergebnislisten gestrichen worden.

Fest stehe auch, "dass die positive Doping-Probe nicht auf "hartes Doping" zurückzuführen sei", betonten die Anwälte in ihrem Schreiben. Die Ursache liege möglicherweise "in dem teilweise unübersichtlichen Markt" von sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln. "Doch nicht einmal das ist derzeit abschließend gesichert."

Sachenbacher-Stehle selbst will sich wieder persönlich äußern, wenn die Ursache für die positive Probe "eindeutig feststeht", erklärten ihre Anwälte. Die zweimalige Ski-Langlauf-Olympiasiegerin will in den kommenden Tagen bei der lückenlosen Aufklärung des Sachverhalts mithelfen. Am Montag wollte man daher insbesondere mit dem Deutschen Ski-Verband Kontakt aufnehmen, um die weiteren Schritte gemeinsam zu besprechen, hieß es.