Frankfurt/Main (dpa) - Nach seinem freundlichen Wochenstart hat der Dax am Dienstag nahezu unverändert geschlossen.

Nachdem im Handelsverlauf vor allem zahlreiche mit Enttäuschung aufgenommene Geschäftsberichte den deutschen Leitindex ins Minus gedrückt hatten, konnte das Börsenbarometer im abendlichen Schlusspurt die Verluste aber größtenteils aufholen. Am Ende betrug der Kursabschlag 0,10 Prozent auf 9699,35 Punkte. Damit fiel der Dax nur knapp unter die Marke von 9700 Punkten, die er erst am Vortag zurückerobert hatte. Auch der MDax trat mit minus 0,10 Prozent bei 16 917,24 Punkten auf der Stelle, während es für den TecDax um 0,45 Prozent auf 1270,22 Zähler abwärts ging.

Jens Klatt von DailyFX sprach unterdessen von zunehmenden Warnsignalen, die auf eine neue Korrektur an den Aktienmärkten deuteten. Auch die veröffentlichten Konjunktur-Daten konnten die Märkte am Dienstag nicht anschieben. So war die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal 2013 vor allem dank eines robusten Außenhandels gewachsen. In den USA stand weiter kräftig gestiegenen Häuserpreisen ein überraschend eingetrübtes Verbrauchervertrauen gegenüber.

Die mit Abstand größten Tagesverlierer im Dax waren die Aktien des Medizinkonzerns Fresenius und seiner Dialyse-Tochter FMC. Analysten bemängelten insbesondere die Geschäftsausblicke. FMC knickten um fast sechs Prozent ein. Fresenius konnten ihre Verluste bis zum Abend auf gut vier Prozent eindämmen.

Für die Papiere des weltgrößten Chemiekonzerns BASF ging es im Dax nach einem Gewinnanstieg im Schlussquartal kurz auf ein Rekordhoch, zuletzt stand hier aber ein Minus von 0,22 Prozent zu Buche. Allerdings hatten sich die Aktien in den vergangenen Monaten bereits gut entwickelt. Continental führten den Dax mit plus 2,25 Prozent an. Ebenfalls unter den Favoriten im deutschen Leitindex verteuerten sich Beiersdorf nach einem positiven Analystenkommentar um fast eineinhalb Prozent.

Auch der Anlagenbauer und Automobilzulieferer Dürr sowie der LED-Industrieausrüster Aixtron enttäuschten Börsianern zufolge mit ihren Ausblicken. Dürr-Aktien sackten als Schlusslicht im MDax um knapp sechs Prozent ab. Die Anteilsscheine von Aixtron brachen am TecDax-Ende um fast sieben Prozent ein.

Die Aktien des Karrierenetzwerkes Xing schossen an der TecDax-Spitze im Tagesverlauf auf ein Rekordhoch von 94,08 Euro. Am Abend schlossen sie 7,55 Prozent höher bei 90,65 Euro. Das Unternehmen greift dank guter Jahreszahlen in die Geldschatulle und erfreut seine Aktionäre mit einer Sonderausschüttung. Zudem soll die reguläre Dividende steigen.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone schloss nahezu unverändert mit plus 0,01 Prozent auf 3157,48 Punkte. Die Leitindizes in London und Paris gaben dagegen nach. In New York lag der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa mit 0,08 Prozent im Plus.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,36 Prozent am Montag auf 1,37 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 134,12 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,33 Prozent auf 144,09 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3754 (Montag: 1,3735) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7271 (0,7281) Euro.