Frankfurt/Main (dpa) - Am deutschen Aktienmarkt ist es am Dienstag nach teils mit Enttäuschung aufgenommenen Geschäftsberichten nach unten gegangen. Der Dax stand am frühen Nachmittag 0,37 Prozent tiefer bei 9672 Punkten.

Für den MDax ging es um 0,23 Prozent auf 16 895 Punkte abwärts, und der TecDax fiel um 0,49 Prozent auf 1269 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,28 Prozent auf 3148 Punkte nach.

Der Aktienmarkt scheine nach seinem zuletzt wieder guten Lauf angesichts der Unternehmenszahlen eine Atempause einzulegen, sagte Händlerin Anita Paluch von der Varengold Bank.

Ein weiterer Börsianer fügte hinzu, dass die Erwartungen des Marktes an die künftigen Gewinnentwicklungen der Konzerne offenbar nach wie vor Korrekturbedarf hätten. Zum Wochenauftakt hatte der deutsche Leitindex erstmals seit dem Rücksetzer in der zweiten Januarhälfte wieder die Marke von 9700 Punkten überschritten.

Die mit Abstand größten Verlierer im Dax waren die Aktien des Medizinkonzerns Fresenius und seiner Dialyse-Tochter FMC. Analysten bemängelten insbesondere die Geschäftsausblicke. FMC knickten um fast sechs Prozent ein, Fresenius um mehr als acht Prozent.

Für die Papiere des weltgrößten Chemiekonzerns BASF ging es trotz eines Gewinnanstiegs im Schlussquartal um 1,66 Prozent nach unten. Allerdings hatten sich die Papiere in den vergangenen Monaten stark entwickelt. Beiersdorf verteuerten sich nach einem positiven Analystenkommentar als einer der Favoriten im deutschen Leitindex um gut ein Prozent.

Auch der Anlagenbauer und Automobilzulieferer Dürr sowie der LED-Industrieausrüster Aixtron enttäuschten Börsianern zufolge mit ihren Ausblicken. Die Aktien beider Unternehmen gaben deutlich nach.

Die Titel des Karrierenetzwerkes Xing kletterten um 7,81 Prozent nach oben. Das Unternehmen greift dank guter Jahreszahlen in die Geldschatulle und erfreut seine Aktionäre mit einer Sonderausschüttung.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,36 Prozent am Montag auf 1,37 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 134,12 Punkte. Für den Bund-Future rückte um 0,13 Prozent auf 143,79 Punkte vor. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3754 (Montag: 1,3735) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7271 (0,7281) Euro.