Frankfurt/Main (dpa) - Mit Enttäuschung aufgenommene Geschäftsberichte haben den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Dax stand gegen Mittag 0,42 Prozent tiefer bei 9668 Punkten.

Für den MDax ging es um 0,33 Prozent auf 16 877 Punkte nach unten und der TecDax büßte 0,31 Prozent auf 1272 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,34 Prozent auf 3146 Punkte nach.

Der Aktienmarkt scheine nach seinem zuletzt wieder guten Lauf angesichts der Unternehmenszahlen eine Atempause einzulegen, sagte Händlerin Anita Paluch von der Varengold Bank. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex erstmals seit dem Rücksetzer in der zweiten Januarhälfte wieder die Marke von 9700 Punkten überschritten.

Die mit Abstand größten Verlierer im Dax waren die Aktien des Medizinkonzerns Fresenius und seiner Dialyse-Tochter FMC. Analysten bemängelten insbesondere die Geschäftsausblicke. FMC knickten um mehr als sieben Prozent ein, Fresenius um rund neun Prozent. Die Aktien des weltgrößten Chemiekonzerns BASF verbilligten sich trotz eines Gewinnanstieges um Schlussquartal um 1,66 Prozent. Allerdings hatten sich die Aktien in den vergangenen Monaten bereits gut entwickelt.

Die Papiere des Anlagenbauers Dürr rutschten am MDax-Ende um 6,51 Prozent ab, Aixtron-Papiere fielen als Schlusslicht im TecDax um 7,48 Prozent. Marktteilnehmer werteten vor allem die Geschäftsausblicke der Unternehmen als Enttäuschung. Einen Kurssprung von fast neun Prozent gab es bei den Titeln des Karrierenetzwerkes Xing, nachdem es eine Sonderausschüttung angekündigt hatte.