Paris (AFP) Wegen der Zwangsarbeit beim Bau einer Eisenbahnlinie in der heutigen Republik Kongo in den 1920er Jahren hat eine Schwarzen-Organisation den französischen Staat und das Bauunternehmen Spie verklagt. Der Rat der Schwarzen-Vereinigungen Frankreichs (Cran) reichte am Dienstag eine Zivilklage wegen "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" vor einem Gericht in Pontoise bei Paris ein. "Die Zwangsarbeit war versteckte Sklaverei", sagte Cran-Präsident Louis-Georges Tin. Nach Angaben von Historikern kamen im Zusammenhang mit dem Bau der Eisenbahnlinie mindestens 17.000 Menschen ums Leben.