Frankfurt/Main (SID) - Vorstandsboss Heribert Bruchhagen von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat den Qualifikations-Modus für die Europa League kritisiert. "Ich will keiner Mannschaft in Kasachstan oder Island die Europa League madig machen, aber wir sind immerhin der zuschauerstärkste Verein in diesem Wettbewerb, und das spiegelt sich nicht wider", sagte Bruchhagen im hr-fernsehen. 

Die oberen Plätze in der Bundesliga und der Sprung auf die internationale Bühne seien für die Frankfurter "schwer zu erreichen". Dagegen würden sich in anderen Teilen Europas "Provinzmannschaften" für den Wettbewerb qualifizieren. "Es gibt Qualifikationsspiele, da sind vielleicht 1000 Zuschauer", meinte Bruchhagen.

Das Zwischenrunden-Rückspiel der Hessen am Donnerstag gegen den ehemaligen Weltpokalsieger FC Porto (19.05 Uhr/Kabel1 und Sky) ist mit 48.000 Zuschauern bereits ausverkauft. Im Hinspiel in Portugal hatte die Eintracht ein 2:2 erreicht. 

Die Frankfurter könnten erstmals seit 20 Jahren wieder in ein Europacup-Achtelfinale einziehen. Dort würde dann entweder der italienische Traditionsklub SSC Neapel oder Swansea City aus der Premier League warten. Die Spiele in der Runde der letzten 16 sind auf den 13. und 20. März terminiert.