Köln (SID) - Mit der größten Mannschaft seit 15 Jahren und viel jugendlichem Elan treten die deutschen Leichtathleten bei den Hallen-Weltmeisterschaften im polnischen Sopot (7. bis 9. März) an. Der deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) nominierte am Dienstag insgesamt 21 Athleten (elf Frauen, zehn Männer). Angeführt wird das Aufgebot von Freiluft-Kugelstoß-Weltmeister David Storl (Chemnitz) und Vizeweltmeisterin Christina Schwanitz (LV Erzgebirge).

Weitere Medaillenkandidaten im Aufgebot sind die Stabhochspringer Malte Moor (Wattenscheid) und Silke Spiegelburg (Leverkusen), die Mehrkämpfer Pascal Behrenbruch und Claudia Rath (Frankfurt) sowie Hürdensprinterin Nadine Hildebrand (Sindelfingen).

Im Ostseebad Sopot setzt die deutsche Mannschaft vornehmlich auf den Nachwuchs. Weitspringer Christian Reif (Rehlingen) ist mit 29 Jahren bereits der Senior des Teams. "Die Hallen-WM ist in ihrer sportlichen Relevanz in den Periodisierungsprozess auf den Freilufthöhepunkt EM Zürich einzuordnen. Mit insgesamt 21 Startern und 14 Platzierungen unter den Top zwölf in der Welt werden wir mit einer hoffnungsvollen und selbstbewussten DLV-Nationalmannschaft nach Sopot reisen", verspricht DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen.

Zuletzt hatte der DLV im Jahr 1999 mehr als 20 Athleten zu Indoor-Welttitelkämpfen ins japanische Maebashi entsandt (24). "Die nationalen Titelkämpfe in Leipzig haben gezeigt, dass unsere Leistungsträger sich sehr leistungsstabil zeigen. Mit Yasmin Kwadwo, Gregor Traber und Kai Kazmirek möchten wir jungen Athleten, die sich bei den deutschen Meisterschaften mit ausgezeichneten Leistungen präsentiert haben, auf dem Weg nach Rio die Chance geben, Wettkampfkompetenz und internationale Erfahrung zu erhalten", sagt Cheftrainer Idriss Gonschinska. 

Vor zwei Jahren war der deutsche Tross mit zwei Silbermedaillen (Storl, Björn Otto/Stabhochsprung) von der Hallen-WM in Istanbul zurückgekehrt.