Paris (dpa) - Der weltgrößte Musikkonzern Universal Music hat 2013 erstmals mehr Musik über Download- und Streamingplattformen verkauft als über herkömmliche Tonträger wie CDs oder Platten.

Der Anteil des digitalen Geschäfts sei bei nahezu konstantem Umsatz von 44 Prozent auf 51 Prozent gestiegen, teilte die französische Muttergesellschaft Vivendi in Paris mit. Abo- und Streamingdienstkunden hätten mit 26 Prozent zum Erfolg der digitalen Angebote beigetragen. Den Kauf des Rivalen EMI miteingerechnet stieg der Umsatz von Universal Music 2013 um 7,5 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro.

Als die größten Umsatzbringer des vergangenen Jahres nannte das Unternehmen Künstler wie Eminem, Katy Perry, Lady Gaga, Drake oder die Indie-Gruppe Imagine Dragons. Im laufenden Jahr setzt es Hoffnungen unter anderem auf Neuerscheinungen von U2, Lana Del Rey, Rihanna oder Justin Bieber.

Die Universal-Mutter Vivendi, zu der auch der Mobilfunkanbieter SFR gehört, verbuchte 2013 einen Gewinnsprung auf 1,97 Milliarden Euro - dies aber nur wegen des Verkaufs von Anteilen an der Computer- und Videospieltochter Activision Blizzard. Bereinigt um Sondereffekte ging der Gewinn bei einem Umsatz von 22,1 Milliarden Euro um zehn Prozent auf 1,54 Milliarden Euro zurück.

Zahlen Vivendi