Den Haag (dpa) - Mehr als 20 Jahre nach dem Bürgerkrieg im früheren Jugoslawien hat der Internationale Gerichtshof in Den
Haag ein Völkermord-Verfahren gegen Serbien eröffnet. Serbien habe sich von 1991 bis 1995 schuldig gemacht an "systematischem Genozid", sagten Rechtsvertreter Kroatiens vor dem höchsten Gericht der UN. Über 13 500 Kroaten seien getötet worden. Das Land fordert eine Verurteilung Serbiens wegen Verletzung der Völkermord-Konvention sowie Entschädigungszahlungen. Kroatien will nachweisen, dass Serbien die sogenannte "ethnische Säuberung" in Kroatien geplant hatte.