Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Mittwoch positive Konjunkturdaten weitgehend ignoriert und leicht nachgegeben.

Nach deutlichen Gewinnen am Vortag machten einige Investoren nun wieder Kasse, sagte Händlerin Anita Paluch von der Varengold Bank. Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine seien zwar nicht ausgestanden, doch die Investoren seien inzwischen beruhigter und glaubten zunehmend an eine friedliche Lösung.

Bis zum Nachmittag sank der Leitindex um 0,16 Prozent auf 9573 Punkte. Der MDax zeigte sich bei einem Stand von 16 844 Punkten wenig verändert mit plus 0,11 Prozent. Der TecDax rückte um 0,39 Prozent auf 1280 Punkte vor.

Im Euroraum hellte sich die Stimmung in den Unternehmen im Februar überraschend weiter auf und erreichte den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Der Stellenzuwachs in den USA blieb mit Blick auf die Daten des privaten Arbeitsmarktdienstleister ADP zwar hinter den Erwartungen zurück, zeigt laut Analyst Johannes Jander von der Helaba aber dennoch eine fortgesetzte Verbesserung am US-Arbeitsmarkt.

Unter den Einzelwerten büßten die Aktien von Adidas 2,27 Prozent ein. Der Sportartikelhersteller leidet unter dem starken Euro. Er enttäuschte mit seiner Jahresprognose für 2014 und sieht auch die mittelfristigen Ziele wackeln.

Schlusslicht im Dax waren nach zahlreichen Kurszielsenkungen durch Analysten die Beiersdorf-Titel. Sie fielen um 2,50 Prozent und gaben damit das Vortagsplus nach der Bilanzvorlage des Nivea-Herstellers wieder vollständig ab.

Die Aktien der Commerzbank rückten indes um 1,66 Prozent vor und waren damit Favorit im Leitindex. Einem Medienbericht zufolge, der sich auf Finanzkreise beruft, treten verschiedene Banken und Investoren als Bieterduos für ein mehr als vier Milliarden Euro schweres Portfolio von Krediten der Commerzbank für spanische Gewerbeimmobilien auf.

Im MDax erreichte die Fielmann-Aktie nach einer Hochstufung durch die Privatbank Berenberg bei 93,78 Euro ein Rekordhoch.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,29 Prozent am Vortag auf 1,31 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,13 Prozent auf 134,59 Punkte. Der Bund Future sank um 0,08 Prozent auf 144,49 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3732 (Dienstag: 1,3768) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7282 (0,7263) Euro.