Frankfurt/Main (dpa) - Nach den zuletzt heftigen Kursausschlägen hat sich der Dax am Mittwoch beruhigt und etwas schwächer geschlossen. Der deutsche Leitindex verabschiedete sich 0,49 Prozent tiefer bei 9542,02 Punkten aus dem Handel.

Zum Wochenauftakt war er wegen der Krim-Krise um knapp dreieinhalb Prozent abgesackt, hatte sich am Dienstag aber deutlich erholt, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin erklärt hatte, er sehe bisher keine Notwendigkeit für einen Militäreinsatz in der Ukraine.

Besser als der Dax hielten sich am Mittwoch die Nebenwerte-Indizes: Der MDax schloss 0,09 Prozent fester bei 16 840,87 Punkten und der TecDax gewann 0,44 Prozent auf 1281,32 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss minimale 0,01 Prozent schwächer bei 3135,97 Punkten. In Paris und London gaben die Notierungen etwas deutlicher nach. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial präsentierte sich zum europäischen Handelsende knapp im Minus. Eine Reihe gemischt ausgefallener Konjunkturdaten aus Europa sowie Übersee hatte keinen erkennbaren Einfluss auf die Aktienkurse.

Unter den Einzelwerten büßten die Aktien von Adidas als Dax-Schlusslicht 2,97 Prozent ein. Der Sportartikelhersteller leidet unter dem starken Euro. Er enttäuschte mit seiner Jahresprognose für 2014 und sieht auch die mittelfristigen Ziele wackeln. Zweitschwächster Wert im deutschen Leitindex waren die Aktien des Konsumgüterherstellers Beiersdorf, die um 2,86 Prozent nachgaben. Sie litten unter Kurszielsenkungen etlicher Analysten und gaben mehr ab, als sie am Vortag nach der Bilanzvorlage gewonnen hatten.

Die Aktien der Commerzbank rückten indes um 1,58 Prozent vor. Einem Medienbericht zufolge, der sich auf Finanzkreise beruft, treten verschiedene Banken und Investoren als Bieter für ein mehr als vier Milliarden Euro schweres Portfolio von Krediten der Commerzbank für spanische Gewerbeimmobilien auf. Im MDax erreichte die Fielmann-Aktie nach einer Hochstufung durch die Privatbank Berenberg bei 93,78 Euro ein Rekordhoch und schloss 1,22 Prozent fester bei 91,76 Euro.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,29 Prozent am Vortag auf 1,31 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,13 Prozent auf 134,59 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,04 Prozent auf 144,66 Punkte. Der Euro notierte zuletzt bei 1,3732 US-Dollar. Bereits zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3732 (Dienstag: 1,3768) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7282 (0,7263) Euro gekostet.