Berlin (dpa) - Bundespräsident Joachim Gauck ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Griechenland abgeflogen. Bei seinen Gesprächen will Gauck die Verantwortlichen in Griechenland ermutigen, den schwierigen Reformkurs zur Überwindung der Schuldenkrise fortzuführen.

Im Mittelpunkt seines Programms in Athen steht am Donnerstag eine europapolitische Rede im Akropolis-Museum. Der Bundespräsident wird von seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt begleitet.

Am Freitag fliegt Gauck zusammen mit dem griechischen Präsidenten Karolos Papoulias in dessen Heimatstadt Ioannina. Dort wird er der Ermordung griechischer Juden gedenken und in dem Dorf Lingiades an ein Massaker der deutschen Wehrmacht erinnern, bei dem am 3. Oktober 1943 über 80 Menschen ermordet wurden.

Zuletzt hatte der damalige Bundespräsident Johannes Rau im Jahr 2000 Griechenland einen Staatsbesuch abgestattet. Bei einem Aufenthalt von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Oktober 2012 war es zu massiven Protesten gekommen. Damit wird diesmal allerdings nicht gerechnet. Wie es aus dem Bundespräsidialamt heißt, will Gauck die enge Verbundenheit Deutschlands mit Griechenland betonen und die bereits erreichten Reform-Fortschritte würdigen.