Berlin (dpa) - Das Bundeswirtschaftsministerium erkennt die hohen deutschen Exportüberschüsse erstmals als Problem an. Damit rücke die Bundesregierung im Streit über Deutschlands Stärke bei den Ausfuhren von ihrem Konfrontationskurs ab, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf ein internes Papier. In dem Dokument werde erstmals ohne jede Einschränkung anerkannt, dass Ungleichwichte in den Handelsbilanzen einzelner europäischer Staaten "schädlich für die Stabilität der Euro-Zone" seien. Brüssel will heute bekanntgeben, ob Deutschland aus EU- Sicht gegen europäisches Recht verstößt.