Berlin (dpa) - Das Bundeswirtschaftsministerium erkennt die hohen deutschen Exportüberschüsse einem Zeitungsbericht zufolge erstmals als Problem an.

Damit rücke die Bundesregierung im Streit über Deutschlands Stärke bei den Ausfuhren von ihrem Konfrontationskurs ab, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwoch) unter Berufung auf ein internes Papier aus dem Ministerium.

In dem Dokument werde erstmals ohne jede Einschränkung anerkannt, dass "exzessive und dauerhafte Ungleichwichte" in den Handelsbilanzen einzelner europäischer Staaten "schädlich für die Stabilität der Euro-Zone" seien.

Es sei deshalb richtig, dass die EU-Kommission solche Ungleichgewichte genau untersuche. Die Brüsseler Behörde will an diesem Mittwoch bekanntgeben, ob Deutschland aus ihrer Sicht gegen geltendes europäisches Recht verstößt.