Köln (SID) - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hätte den im April beginnenden Prozess gegen seine Person mit Geld verhindern können. Diese Behauptung stellte der 83-jährige Brite im Gespräch mit der Bild-Zeitung auf: "Aber ich habe nicht bezahlt. Jetzt muss ich da durch. Ich hoffe das Beste."

Ecclestone muss sich wegen Anstiftung zur Untreue und Bestechung ab dem 24. April vor dem Münchner Landgericht verantworten. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe. "Darüber denke ich jetzt noch nicht nach", sagte er: "Dieser Prozess ist eine weitere Hürde in meinem Leben, die ich nehmen muss. Dinge passieren dir, ob du sie magst oder nicht. Und du musst damit klarkommen."

In jedem Fall, so Ecclestone, werde er persönlich zu dem auf zunächst 26 Verhandlungstage angesetzte Prozess erscheinen: "Ich werde ganz sicher dort sein. Es lässt sich wohl nicht verhindern." 

Ecclestone soll dem früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky im Zuge des Verkaufs von Formel-1-Anteilen der Bank an den britischen Investor CVC 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt haben. Der mittlerweile zu achteinhalb Jahren Haft verurteilte Gribkowsky hat Ecclestone schwer belastet. Dieser bestreitet die Vorwürfe und behauptet, seinerseits von Gribkowsky erpresst worden zu sein.