Rostock (SID) - Fußball-Drittligist Hansa Rostock und die Stadt Rostock haben für die gemeinsamen Projekte zur Gewaltprävention eine positive Zwischenbilanz gezogen. Vor einem Jahr hatten Verein und Stadt die Kooperation beschlossen.

"Wir nehmen unsere Arbeit auf dem Gebiet der Prävention sehr ernst, werden auch in Zukunft unsere Bemühungen weiter intensivieren und freuen uns darüber, dass bereits nach einem Jahr die ersten Erfolge sichtbar sind", sagte Michael Dahlmann, Vorstandsvorsitzender von Hansa Rostock.

Bei den Projekten stehen die Themen Jugendarbeit, Förderung von Toleranz und Kampf gegen Rechtsextremismus im Mittelpunkt. An Grundschulen werden spielerisch Grundwerte des Sports wie Fair Play und Toleranz vermittelt und Workshops zur Persönlichkeitsbildung durchgeführt. Jungen Straftätern werden Hilfen bei der Resozialisierung geboten.

"Es ist schön zu sehen, dass die Arbeit der unterschiedlichen Gremien schnell mit Leben erfüllt, in die Praxis umgesetzt worden ist und bereits erste Früchte der gemeinsamen Arbeit spürbar sind", sagte Oberbürgermeister Roland Methling bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Immer wieder waren Hansa-Fans in der Vergangenheit durch Ausschreitungen aufgefallen. Erst am vergangenen Samstag beim Ligaspiel gegen den Chemnitzer FC war es erneut zu Auseinandersetzungen gekommen. Vor dem Spiel hatten Vermummte fünf Gästefans angegriffen. Nach dem Spiel attackierte ein Hansa-Anhänger Zuschauer und verletzte fünf andere Rostocker.